Workshop auf dem Land  (von Teilnehmer*innen kreiert und organisiert)

Sexualität, Verbundenheit, Autonomie – Gefühle wahrnehmen, Sicherheit finden, Unsicherheit zulassen

 2 + 4 Tage / Einführungs- und Vertiefungsseminar, organisiert von Teilnehmer*innen 

09. - 14. März 2021:  ( 9.- 11. März: Einführungsseminar auch einzeln buchbar.)
 

 

Leitung: Malte Schlösser (& Assistenz)  

Termin:  09 - 14. März 2021

Zeit: Dienstag, 15h - Sonntag, 15h

Kosten bei verbindlicher Anmeldung:

bis 5 Monate vorher:      300 € /
bis 3 Monate vorher:     330  € /

bis 1 Monat vorher:       360  € /

ab 1  Monat vorher:       390  € 
 

--> plus Kosten für Übernachtung/Verpflegung/Seminarraum:

Die Kosten für Unterkunft und biologisch-vegetarische Vollverpflegung und Seminarraum

pro Person und pro Nacht liegen bei: 

                       

Doppelzimmer (DZ) =  € 78

Einzelzimmer (EZ) = € 68

 

Bitte gib deinen Zimmerwunsch im Anmeldeformular mit an. 

 

Ort: Seminarhaus Am Alten Weinberg 
Am Alten Weinberg 2 
14542 Werder (Havel) OT Neu Töplitz


https://pension-am-alten-weinberg.de/


Text von P und U / Teilnehmer*innen:
 

Das Thema Sexualität in einer Gruppe erforschen? Wie kann das aussehen? Vielleicht kommen dir beim Lesen seltsame, peinliche oder gar voyeuristische Vorstellungen und es regt sich Abwehr: Das ist doch viel zu privat für mehr als zwei Menschen! Das ist ok.

Wir wollen in diesem Workshop das Thema Sex mit dem Thema Bindung und Liebe verbinden. Dabei gehen wir sehr behutsam vor. Du bist jederzeit frei zu entscheiden, wie viel du von dir einbringst.

 

Eine echte Verbindung zu einem anderen Menschen kann als erfüllend und beglückend erlebt werden, sie kann Raum für Intimität schaffen und für bereichernde Sexualität öffnen. Häufig erleben wir jedoch peinliche Momente und Ängste vor Ablehnung und Abhängigkeit. Im Kopfkino beginnen Filme vermeintlicher Erwartungen an uns abzulaufen, und wir haben Angst nicht zu genügen. Im Bereich der körperlichen Nähe und der Sexualität sind wir besonders sensibel für Gefühle von Angst und Nicht-genug-sein: nicht begehrenswert genug, nicht attraktiv genug, nicht erfahren genug… Oder sind wir etwa viel zu viel? Zu begierig, zu fordernd, oder in unseren Fantasien zu hemmungslos? 

 

Die Idee zu diesem Seminar ist aus einem Jahrestraining im Jahr 2019 entstanden, nach dem einige Teilnehmer*innen gemeinsam weitermachen wollten. In einem Gruppenprozess haben wir uns für das Thema Sexualität entschieden. Gemeinsam mit Seminarleiter Malte Schlösser haben wir Zeit und Ort organisiert und freuen uns auf weitere Teilnehmer*innen, die Lust auf diese Reise haben. An den ersten beiden der sechs Tage wollen wir uns kennenlernen und Vertrauen aufbauen. Dabei schauen wir uns zuerst an, welche Rolle Ängste in unseren Bindungen spielen und wo wir uns der Nähe, die eigentlich möglich und erwünscht ist, verschließen. 

 

Angst ist der Gegenspieler der Intimität. Wenn – durch die Nähe zum Partner ausgelöst – die Angst ins Spiel kommt, beginnt üblicherweise ein Tauziehen der Schutzmuster miteinander.

Dies sind meist alte Muster, die wir zu unserem Schutz in der Kindheit entwickelt haben. Auch wenn wir als Erwachsene durchs Leben gehen, übernimmt unser inneres Kind manchmal die Kontrolle, wenn es verletzt ist. Der Schmerz führt uns oft zu komplettem Rückzug aus dem Kontakt und auch zu verschiedenen Formen von zerstörerischem Verhalten. 

 

Diese Schutzmechanismen wollen wir uns im Seminar ins Bewusstsein holen. Wir wollen uns diese Gefühle anschauen und sie als Chance begreifen, einen Zugang zu unseren Bedürfnissen zu finden. Wir können lernen, die Angst, Scham und andere Emotionen zu halten. Als Erwachsene können wir dann unserem inneren Kind liebevoll zur Seite stehen. 


Wir wollen – jede*r für sich und gleichzeitig im Kontakt mit der Gruppe – lernen, uns angesichts unseres Schmerzes dem anderen gegenüber zu öffnen, statt anzugreifen, zu flüchten oder in Kompensationsverhalten zu verfallen. Wir wollen Blockaden lösen zwischen Herz und Genitalien und die Verbindung zwischen beiden wieder herstellen. Gleichzeitig üben wir, in unseren Begegnungen wirkliche Nähe und Intimität zuzulassen. So kann Sexualität einbezogen und sinnlicher, beseelter Ausdruck unserer Liebe in verbindlichen Beziehungen werden.

Artikel von Malte zu „Nähe üben“ im Magazin SEIN hier.

 

 

  Anmeldung 

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